Mit gutem Gewissen heizen: umweltfreundliche Wärme aus Erde, Luft oder Wasser

Wärmepumpe

Umweltfreundliches Heizen ist längst keine Utopie mehr – Erde, Luft, und Wasser bieten nahezu unerschöpfliche Möglichkeiten zur Wärmegewinnung. Dabei ist ihre Nutzung nachhaltig und schonend für die Natur – ganz im Gegensatz zu Heizöl oder Erdgas (fossile Energie). Deshalb setzten immer mehr Menschen auf Wärmepumpen. Finden Sie hier mehr über diese faszinierende Alternative heraus.

Das können Wärmepumpen

Im Prinzip geht es bei einer Wärmepumpe darum, aus einer natürlichen Quelle (Erde, Luft oder Wasser) Wärme zu gewinnen. Die wird dann zum Heizen verwendet. Wie so ein System genauer funktioniert, kann man gut in 4 Schritten erklären:

Schritt 1: Wärmetransport

Für den Transport der Wärme ist ein Kältemittel zuständig. Im Verdampfer passiert dann die eigentliche Wärmegewinnung.

Schritt 2: Verdampfung

Von der Flüssigkeit geht es jetzt für das Kältemittel in die Gasform über. Indem es verdampft, wird die dabei aufgenommene Energie gespeichert.

Schritt 3: Erhitzung

Jetzt muss das Volumen des Kältemittelgases reduziert werden, damit der Druck steigt. Damit erhöht sich automatisch auch die Temperatur. Das Mittel kann nun zum Verflüssiger weiterfließen, der als Wärmetauscher fungiert. Die gewonnene Umweltwärme wird auf das Heizsystem übertragen.

Schritt 4: Abkühlung

Im letzten Schritt geht es um Abkühlung. Nachdem der Druck und die Temperatur durch das sogenannte Expansionsventil wieder abgesenkt werden, kann das nun wieder flüssige Kältemittel erneut neue Wärme aus der Umwelt aufnehmen. Von da an wiederholt sich das Spiel.

Arten von Wärmepumpen

Typischerweise unterscheidet man 3 Arten von Wärmepumpen:

  • Erdwärmepumpe

Für diese Art von Wärmepumpe sind Erdreichkollektoren oder Erdwärmesonden nötig. Durch diese Apparaturen kann man die gespeicherte Sonnenenergie aus der Erde nutzen. Sehr praktisch hierfür ist die relativ konstante Bodentemperatur das ganze Jahr über.

  • Luftwärmepumpe

Diese Wärmequelle speist sich, wie schon der Name verrät, aus der Luft. Dieser Typ kommt Ihnen am billigsten, da Sie keine aufwändigen Konstruktionen dafür brauchen. Die Energie wird ganz einfach aus der Außenluft gezogen.

  • Wasserwärmepumpe

Eine Wärmepumpe, die auf dem Element des Wassers basiert, benötigt natürlich auch Zugang dazu. Deshalb ist damit ein größerer Aufwand als mit den anderen Pumpen verbunden. Das Grundwasser muss erreichbar gemacht werden, wozu oft Brunnen oder Kollektoren dienen. Der große Vorteil an der Wasserwärmepumpe ist ihre Effizienz: sie arbeitet von den 3 Typen am besten.

Welche Wärmepumpe zu Ihnen passt

Wenn Sie gerade beim Haus bauen sind oder einen Altbau sanieren, ist das für die Anschaffung einer Wärmepumpe prinzipiell von Vorteil. Vor allem bei letzterem Fall haben Sie ein Ass im Ärmel: eine staatliche Förderung! Profitieren Sie ruhig von dieser Leistung für Ihre Pumpe.

Achten Sie allerdings darauf, dieses Heizsystem in Verbindung mit einer guten Wärmedämmung zu verwenden! Bei großflächigen Heizsystemen, wie einer Fußbodenheizung kann sich das Potenzial einer Wärmepumpe ebenfalls sehr gut entfalten.

Voraussetzungen für Wärmepumpen:

Wenn Sie sich für eine Erdwärmepumpe entscheiden, müssen Sie genug Platz für entweder Erdkollektoren oder Erdsonden zur Verfügung haben. Erdkollektoren etwa brauchen eine Grundstücksfläche, die doppelt so groß wie die zu beheizende Wohnfläche ist! Empfehlenswert wäre in diesem Fall ein Einfamilienhaus mit niedrigem Energiebedarf. Erdsonden funktionieren hingegen auch auf kleineren Grundstücken prima.

Wasserwärmepumpen müssen wie erwähnt, das Grundwasser anzapfen, das von guter Qualität und Tiefe sein sollte. Außerdem sollten Sie klären, ob zwei Brunnenbohrungen bei Ihnen möglich sind.

Die Luftwärmepumpe ist in ihren Wünschen am genügsamsten: sie kann einfach im Keller oder im Freien aufgestellt werden. Hierfür müssen Sie sie nur mit einer elektrischen Ergänzungsheizung kombinieren – dann können Sie sich auf angenehme Wärme freuen.

Wärmepumpen sind Umweltprofis

Als umweltfreundliche, nachhaltige Energiequelle, sind Wärmepumpen eine intelligente Alternative zu Heizöl oder Erdgas. Damit werden Sie unabhängig von fossilen Energieträgern und den damit verbundenen Preisschwankungen, die schwer voraussehbar sind.

Im Falle einer Wärmepumpe genießen Sie den großen Vorteil einer kostenlosen Energienutzung – haben Sie das Gerät erst einmal angeschafft, kann es mit den unerschöpflichen Ressourcen der Natur arbeiten. Das bedeutet also mindestens nur die halben Kosten für Sie.

Bonus: die Betriebs-und Wartungskosten einer Wärmepumpe halten sich gering.

Doch nicht nur Ihr Geldbeutel, sondern auch die Umwelt ist Ihnen mehr als dankbar: Sie vermeiden schädliche CO2-Emissionen und giftige Verbrennungsrückstände. Mit einer Wärmepumpe stützen Sie sich rein auf effiziente, natürliche Quellen für Ihre Energie.

Richtig eingesetzt, sparen Wärmepumpen Energie und Geld. Sie sind eine effiziente, nachhaltige Alternative zu umweltbelastenden Heizquellen wie Erdgas oder Heizöl. Sorgen Sie für die richtigen Voraussetzungen und Einstellungen Ihres Heizsystems – dann können Sie die vielen Vorteile von Wärmepumpen langfristig genießen. Die Informationen für diesen Artikel wurden unter anderem von der Firma Heliotherm in Tirol zur Verfügung gestellt.

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